MobileMovie

Urbane Mobilität im künstlerischen Handyfilm
Mobilität, die Möglichkeit zum schnellen Ortswechsel und vernetzte Kommunikation bestimmen den Alltag von Jugendlichen. Als meist verbreitetes Medium hat das Mobiltelefon eine zentrale Bedeutung bei der Steuerung dieser Aktivitäten. Das reicht von spontanen Verabredungen mit Freunden bis zu instruierten "Flashmobs" auf öffentlichen Plätzen.

Ausdruck von Mobilität sind auch die bewegten Bilder eines Films. Beim Handyfilm, im Englischen "MobileMovie" genannt, besteht eine besonders enge Verknüpfung zur Mobilität, sowohl bei der Aufnahme als auch bei der Präsentation. Der Clip wird freihändig ohne Stativ gedreht und über Bluetooth weitergegeben oder auf Videoportale hochgeladen.

MobileMovie knüpft hier filmisch an und reagiert mit bewegten Bildern auf Bewegung. Jugendliche der Jahrgänge 9 bis 13 befestigen ihr Handy für Videoaufnahmen am eigenen Körper, an Objekten oder bringen es in ungewöhnliche Positionen. Begleitet von Medienpädagogen im Unterricht entstehen Clips, die urbane Räume aus neuen und inspirierenden Kameraperspektiven zeigen. Die Filme werden im öffentlichen Raum auf Projektionsflächen wie "infoscreen" oder im "Fahrgastfernsehen" der U-Bahnen präsentiert.

MobileMovie ist auch ein anerkanntes Fortbildungsmodul für Kunstlehrerinnen und Kunstlehrer an 10 Hamburger Schulen zur kreativen Arbeit mit dem Handyfilm im Unterricht. Basierend auf den Rahmenlehrplänen zur bildenden Kunst bietet es die Möglichkeiten
- sich hinsichtlich der künstlerischen Anwendung der Handyfilmtechnik fortzubilden
- diese kreativ in den Kunstunterricht zu integrieren
- die Unterstützung von Medienpädagogen in der Schule in Anspruch zu nehmen
- einen inhaltlichen Beitrag zur Film- und Medienbildung in der Schule zu leisten

MobileMovie trägt zur Medienkompetenzförderung von Jugendlichen bei. Dabei wird das technische Potential des Alltagsmediums Handy filmkreativ eingesetzt. Ohne große finanzielle Investitionen kann die vorhandene Ausrüstung (Handy, kostenloses Filmschnittprogramm auf dem heimischen PC oder Softwareprogramme in den Schulen) genutzt werden.

Die Kolleginnen und Kollegen bekommen vom LI Hamburg eine anerkannte Fortbildungsbescheinigung, die Schülerinnen und Schüler erhalten ein extra angefertigtes "MobileMovie-Zertifikat".