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Nachwuchsfilmschaffende bei abgedreht: 4. Klasse der Elbschule Hamburg

Vom 14. bis zum 15. Dezember 2017 hat das Nachwuchsfilmfestival abgedreht bereits zum 29. Mal in Hamburg statt gefunden. Junge Filmemacherinnen und -macher aus der Metropolregion Hamburg präsentierten Publikum und Jury ihre Nachwuchsproduktionen. Die besten Filme wurden bei der Preisverleihung ausgezeichnet. Das Mediennetz Hamburg hat mit Aysegül, Charlotte, Emily, Gülsah, Harun und Julien von der Elbschule über ihren Film "Das Geheimnis von Billdern" gesprochen.

Mediennetz Hamburg: Stellt euch doch mal kurz vor, wer seid ihr und was macht ihr?

Wir sind die Klasse 4-II der Elbschule und heißen Aysegül, Charlotte, Emily, Gülsah, Harun und Julien. Wie sind alle 10 Jahre alt nur Julien ist schon 11 Jahre alt. Wir sprechen Lautsprache und Gebärdensprache.

Mit welchem Film seid ihr bei abgedreht dabei gewesen und worum gehts?

Von uns wurde beim abgedreht 2017 der Film „Das Geheimnis von Bildern“ gezeigt. Das ist ein Cardboardtoon, erzählt wird was zwischen zwei Bildern passiert. Stell dir vor, du schaust auf ein Bild und plötzlich wird es lebendig! So beginnt der Film mit einem Bild, mit Tieren, wie einer Raupe, einem Vogel, Mäusen und einem Monster. Bilder bewegen sich normal nicht. Plötzlich wird das Bild lebendig. Das Monster hüpft, die Tiere laufen aus dem Bild. Alle Tiere erleben in der Natur Dinge. Die Raupe frisst sich durch einen Apfel und wird zum Schmetterling, die Maus findet einen Käse, die Spinne fängt fast den Wurm usw. Als das Monster vom Baum zurück in das Bild hüpft, kommen alle Tiere zurück. Jetzt ist es aber ein neues Bild.

Erzählt uns etwas über den Hintergrund des Films.

Der Film ist in unserem Kunstunterricht entstanden. Die Geschichte haben wir selbst erfunden. Wir haben uns alle ein Tier oder ein Monster ausgedacht und es dann auf Pappe in groß gezeichnet, ausgeschnitten und angemalt. Wir haben das gleiche Tier mehrfach hergestellt, immer in einer anderen Bewegungsphase. Dann haben wir auf dem Schulhof den Vogel fliegen, das Monster klettern und hüpfen, den Wurm kriechen lassen. Beim Fotografieren,Bewegen und der Setaufsicht haben wir uns immer abgewechselt.

 Wie wichtig war es für euch, euren Film beim abgedreht vor Publikum vorzustellen?

Wir waren super stolz und freuen uns sehr, dass viele Menschen den Film sehen.

Wenn du an deinen bisherigen Weg als Filmemacher/in zurückdenkst, was hat dich da besonders vorangebracht?

Wir haben schon in der ersten Klasse angefangen zu filmen. Am Anfang musste unsere Lehrerin uns noch viel helfen. Heute können wir das meiste schon ganz alleine. Wir haben Stopptrickfilme zu unseren Träumen gedreht, Pixilationfilme, in denen wir auf einen Baum klettern, oder auch fliegen könne. Wir sind im Film als Monster durch Türen und Fenster gegangen und haben uns verwandelt oder auch verdoppelt.  Schon drei Mal haben wir Theater und Film miteinander verbunden. Wir haben also ein Theaterstück aufgeführt und dann einzelne Szenen als Film gezeigt. Aber nicht nur im Kunst und Theater haben wir gefilmt, auch im Mathematikunterricht erklären wir z.B. das Verdoppeln im Film.

Uns interessiert, an welchen Filmworkshops ihr in der Schule oder außerhalb davon teilgenommen habt.

Wir haben in der Schule immer wieder gefilmt: in „Deutsche Gebärdensprache“ (DGS), in Deutsch, im Mathematikunterricht, im Kunstunterricht und im Theaterunterricht.

Was hättet ihr euch als Unterstützung auf eurem Weg als Filmemacher/in noch gewünscht?

Eigentlich hätten wir es viel besser gefunden, wenn wir bei diesem Interview einfach gefilmt worden wären. Dann hätten wir in unserer Sprache – in Gebärdensprache antworten können.

Wie geht's bei dir weiter, plant ihr gerade weitere Filmprojekte?

Als nächstes wollen wir einen Kurzfilm drehen, die Geschichte ist noch geheim, aber wir wollen mit Bluescreen uns groß und klein werden lassen, fliegen usw. Außerdem wollen wir einen Experimentalfilm machen mit unseren Fußabdrücken.

Vielen Dank für das Interview!